Montag, 8. März 2010
Sonntag, 28. Februar 2010
Paywall im Test
Gibt man die Überschrift bei Google ein, kommt man aber ohne Probleme zum ganzen Artikel. Mehr als weitere drei knappe Sätze standen da allerdings nicht. Zu allem Übel fand sich eine Meldung mit etwa gleichem Nachrichtengehalt auch bei der Mopo - natürlich gratis.
Fazit: Für knappe Breaking News hat eine Paywall mit Sicherheit überhaupt keinen Sinn. Wenn das jetzt ein toll recherchiertes Hintergrundstück oder eine spannende Reportage gewesen wäre, klappt das vielleicht. Dann muss man allerdings auch das Schlupfloch Google News schließen.
Donnerstag, 25. Februar 2010
Linktipps
Wahnsinn, oder?
OK, zuerst geht es um einen Blog-Beitrag, in dem der gerelaunchte Focus und die ziemliche coole Premium Cola (kenn ich natürlich nicht) verglichen werden. Es geht um die arschlochfreie Kette und darum, dass man eigentlich nur ein ehrbarer Kaufmann sein muss, um dauerhaft Erfolg haben zu können.
Hier steht der Artikel - ich träum jetzt ein wenig davon Teil einer solchen Kette zu sein. Oder sie zu starten.
Achso, vergessen habe ich noch @ralfheimann für den Link zu danken. Den hat er bei Facebook gepostet...
Der zweite Tipp geht zu @jp81, der sich mal den Playmobil-Katalog unter Gender-mainstreaming-Aspekten angeschaut hat. Ich sag nur: Weitgehend Ohgottohgottohgott
Mittwoch, 24. Februar 2010
Per App lesen - für Apps bezahlen
Das ist jetzt nicht wirklich neu, aber: Verlage sollten jetzt echt mit Hochdruck an solchen Mehrwert-Apps arbeiten, ich glaube sie sind eine echte Chance, außerhalb des Print-Bereichs etwas Kohle zu machen.
Samstag, 13. Februar 2010
Knoten ins Taschentuch
Mittwoch, 10. Februar 2010
Huhu
Mitzuteilen habe ich eigentlich auch nicht viel, außer dass ich mal wirklich gespannt bin, was aus dieser Buzz-Geschichte wird. Wave habe ich damals völlig überschätzt, niemand benutzt es zum arbeiten...Ach was, niemand benutzt es überhaupt. Völlig antizyklisch haben Kollege @ralfheimann und ich heute dann doch mal genutzt. Ich schrieb einen Artikel, der Kollege war praktisch live dabei und fügte seine Korrekturen direkt ein. Ganz witzig aber für den normalen Arbeitalltag wahrscheinlich völlig unbrauchbar. Egal, hat Spaß gemacht.
Update
Ich gebe zu, dieser Blogpost war auch ein Test, ob die Blogspot-Einbindung bei Buzz funktioniert.
Samstag, 10. Oktober 2009
Böse, böse USA - und Jeff Jarvis ist der Wanderprediger
Wohl nirgendwo auf der Welt kommt Technikgläubigkeit und Fortschrittsseeligkeit immer wieder derart naiv daher wie in den Vereinigten Staaten. Ein weiterer Beleg dafür ist das vorliegende Buch von Jeff Jarvis, der hier in allerbester Wanderpredigermanier das Hohelied auf den Internet-Giganten Google singt. Während Barack Obamas Gesundheitsreform als (national-)sozialistischer Totalitarismus verteufelt wird, findet man jenseits des Atlantiks nichts dabei, sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung einem Unternehmen preiszugeben, das mit der Verwaltung von Daten rein kommerzielle Interessen verfolgt. Geschäftlicher Erfolg gilt aus protestantischer Sicht schließlich seit jeher als Ausweis besonderer göttlicher Gnade.Ob Apple, Microsoft oder in diesem Fall eben Google – sie alle stehen stellvertretend für den amerikanischen Traum. Und Leute wie Jarvis sind seine Propheten. Nicht im Datenschutz sondern in der grenzenlosen Transparenz des Internets sieht der New Yorker Professor die Zukunft. Vorbei seien die Zeiten, in denen vordigitale mediale Instanzen jeglicher Art zu Lasten der Gesellschaft über das Informationsmonopol verfügten. Die neuen Kommunikationsformen des Google-Zeitalters wie Bloggen oder Twittern machten es Kunden und Verbrauchern möglich, der Massenindustrie ihre Bedürfnisse zu diktieren. Im Sprachduktus eines wiedergeborenen Erweckunspredigers preist Jarvis die ungeheuren Chancen einer total vergoogelten Welt und schickt alles Herkömmliche – übrigens als Buchautor erstaunlicherweise ausgerechnet auch Druckwerke aller Art – schnurstracks zur Hölle.
Trotz oder gerade wegen des penetranten missionarischen Eifers ein durchaus lesenswertes Lehrstück über den weltweit noch immer dominanten American Spirit. – Arnold Abstreiter
Montag, 5. Oktober 2009
Der Schuh...andersrum...
- Gratiszeitungen klauten den etablierten Blättern Auflage.
- Die Inhalte der Blätter gibt es kostenlos im Internet.
Nun ja. In einem hat Zimmermann ja Recht: Die etablierten Verlage sind selbst schuld an der Krise. Sie haben viel zu lange das Netz ignoriert bzw. gedacht, dass man Print-Angebote dorthin transferieren könnte.
Allerdings irrt Zimmermann schon in seiner Analyse:
- Internet - Ich kenne kein ernsthaftes Angebot ordentlicher Kauf-Print-Produkte, das seine Inhalte 1:1 kostenlos ins Netz stellt. Kein Spiegel, keine Zeit, keine FAS, keine Münstersche Zeitung (passt nicht ganz in die Reihe) findet sich komplett im Netz. Warum nicht? Weil so a) das Printprodukt entwertet würde und - das ist noch viel wichtiger - weil b) das Komplettangebot gar nicht den Anforderungen des Kanals Internet entspricht. In Wirklichkeit ist man heute doch weiter. Im Internet präsentiert man - im besten Fall - Breaking News, berichtet per Ticker live, man bietet multimedialen Mehrwert (Karten, Fotos, Videos, Audio-Slideshows), bietet vertiefenden Service, viele Links. Natürlich nur, wenn man die entsprechenden Ressourcen dazu hat. Trotzdem: Allein die Grundvoraussetzung, im Netz gäbe es alles aus der Zeitung gratis, ist Unsinn.
- Gratis-Blätter - Die kennt man in Deutschland (außer in der Erinnerung in Köln) nicht. Doch meine Beobachtungen im Ausland haben mich zum Ergebnis gebracht, dass das schade ist. Warum? Weil durch Gratis-Blätter der Gedanke, dass auf bedrucktem Papier spannende Nachrichten stehen können, vielen Jüngeren erst bewusst wird. Sie sind Zeitungen einfach nicht gewohnt. Wer sich längere Zeit nur auf Gratis beschränkt, wird vielleicht neugierig auf das Papier, das man kaufen muss. Für Kaufzeitungen heißt das: Eure Inhalte müssen wirklich 1-2 Euro am Tag besser sein als das Gratiszeug. Das nennt man Wettbewerb. Mit 95% Agenturmaterial gewinnt den natürlich keine Kaufzeitung.
Ergänzung: Wenn ich das richtig sehe, ist das komplette NZZ Folio zum Thema Zeitung gratis im Netz zu lesen. Klarer Fall von selber Schuld, oder? Unter jedem Artikel steht übrigens, dass man für 94 Franken ein Jahresabo bekommt.
2. Ergänzung: Der im Artikel von Zimmermann als Vorbild gepriesene Rupert Murdoch ist anderswo einfach nur der Typ, der das Internet nicht versteht. Via Thomas Knüwer bin ich auf diesen hervorragenden Artikel in der US-Vanity Fair gestoßen.
Samstag, 3. Oktober 2009
Preiswürdig
Du bist Terrorist from alexanderlehmann on Vimeo.