Dienstag, 12. Februar 2008

Schul-Unterricht made by Vattenfall

Gerade bei Frontal 21 gesehen. In Brandenburg kommt ein "Vattenfall ist toll"-Bus an die Schulen und die Schüler lernen, wie man Energie spart und was Vattenfall alles fürs Klima sorgt (hier das ganze als Text).

Klappt echt super. Das ganze ist auch völlig selbstlos vom Konzern. Keine Ahnung, wie zwei Schüler zu solchen Aussagen kommen:

"Also meiner Meinung nach tun sie extrem viel für die Umwelt", sagt ein Schüler, schließlich versuche der Konzern immerhin, "die Rekulturierung und Renaturalisierung vom Tagebau ordnungsgemäß durchzuführen". Ein Mitschüler stimmt ihm zu. "Es ist auf keinen Fall selbstverständlich, dass ein Konzern wie Vattenfall so viel für die Umwelt tut"

Montag, 11. Februar 2008

Das waren noch Zeiten...

Hier ein Bericht von einem legendären Auswärtsspiel des SC Preußen aus dem Jahr 1989. Ich war damals Zwölf und bin mit meinem Vater per Sonderzug zum Spiel gefahren. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich viel vom Spiel gesehen habe, aber dass wir von zahlreichen Polizisten begleitet wurden und Bielefelder Flaschen schmissen, weiß ich noch.

Preußen ist übrigens Meister geworden und dann über eine Aufstiegsrunde in die Zweite Liga aufgestiegen. Ach ja...

Sonntag, 10. Februar 2008

Gebührenboykott?

Bald ist Dittsche tot.

Er kommt nämlich ab nächster Woche samstags um 22.30 Uhr. Danke WDR, tolle Entscheidung. Das war's dann mit der schönen Sonntags-Reihenfolge Tatort - Dittsche - Zimmer frei. Stattdessen läuft sonntags ein WDR-Quiz.

Jetzt mal ganz ehrlich. Welcher WDR-Idiot denkt sich denn sowas aus? Samstagsabends guckt doch wirklich niemand aus der Dittsche-Zielgruppe TV (außer Langweiler wie ich gestern). Das wird die Quote dramatisch absinken lassen - und dann kann Ingo seine Pommesbude dicht machen.

Hier steht, dass Fans protestieren. Wo? Wie? Ich mach mit. Doofer WDR.

Samstag, 9. Februar 2008

Ach Gott, WN... ist Wahlkampf?

Seit 20 Jahren fordern die Grünen in Münster, den Rosenmontagsumzug nicht mit Steuergeldern zu subventionieren. Jetzt hat ein Ratsherr der Partei auch noch gefordert, die mögliche Verstrickung der münsterschen Karnevalisten in Nazi-Aktivitäten zu untersuchen. Gut so, hat doch ein solches Projekt in Köln Schlimmes ans Tageslicht gebracht.

In einem Kommentar schreibt WN-Redakteur Günter Benning heute: "Karnevalisten waren im Nationalsozialismus ebenso Verfolger und Schuldige wie viele Deutsche. Aber sie waren auch das Gegenteil: moralische Stimmen gegen die Obrigkeit. 1937 wurden die Deutschen Karnevalsvereine gleichgeschaltet, 1940 Rosenmontagsumzüge abgeschafft. Hier können Historiker vieles aufklären."

Aha. Woher Herr Benning sein Wissen über die moralischen Stimmen und so hat, erfährt der Leser leider nicht. Dafür sollte man sich bei Aschendorff mal anschauen, was die WN-Leser so über durchgeknallte Grüne denken:



Geotagging... So könnte es gehen

Habe gerade die Seite Everyblock.com entdeckt, nachdem ich bei OJR ein Interview mit deren Erschaffer gelesen habe. Wow, so macht Geotagging wirklich Sinn.

Als Der Westen an den Start ging, war Geotagging ja angeblich das revolutionäre Ding auf der Seite. Hmmm. Also ich lese auf der Seite bisweilen Neuigkeiten über einen zebra-gestreiften Spielverein aus Meiderich, aber über diese Karten bin ich noch nie auf spannende Dinge gestoßen.

Was macht Everyblock anders?

Die Seite durchsucht zahlreiche Quellen im Internet auf lokalisierbare Informationen. Seien es Polizeiberichte, Pressemitteilungen der Stadt, Berichte über Restaurant-Inspektionen und sogar Flickr-Fotos. Hinzu kommen Berichte der "klassischen" Medien (Zeitungen, lokale TV-Stationen) und voilà:



Jeder Punkt auf der Karte ist eine "Nachricht"... Das meiste ist viel zu lokal für lokale Medien. Mal sehen, was daraus wird.

Freitag, 8. Februar 2008

Feiger Sonderweg

Die Schweiz ist Weltmeister. Weltmeister bei den Gratis-Zeitungen, die dort übrigens Pendlerzeitungen heißen. Mindestens vier Blätter kämpfen um die Aufmerksakeit der etwa 4,7 Millionen Schweizer, die Deutsch sprechen. In der heutigen NZZ steht ein interessanter Artikel zu dem Thema.

Spannenste Info: Dank den Pendlerzeitungen weist die Schweiz den weltweit höchsten Anteil der Kinder auf, die Zeitung lesen. Außerdem ist der Lesermarkt der klassischen Tageszeitungen seit dem Jahr 2000 konstant. Behauptet zumindest Martin Kall, Chef des Medienkonzerns Tamedia.

Schaut man sich dann auf einer Europa-Karte an, in welchen Ländern Gratis-Zeitungen erscheinen (in etwa allen außer Deutschland) - dann packt man sich doch an den Kopf. Warum nur, wagt bei uns kein Verleger ein solches Produkt zu starten? Wegen der blutigen Nasen in Köln? Das ist doch jetzt wirklich lange genug her. Wegen Springer? Die haben mit der PIN-Pleite doch genug zu tun. Weil der Deutsche anders tickt? Ich verstehe es nicht.

Hier mal die Schweizer Blätter als E-Paper (damit man nicht denkt, das wären billig gemachte Werbe-Ramschblätter): .ch (sprich: Punkt CH), News und heute. Marktführer 20minuten scheint kein E-Paper zu haben.

Einfach stark

Heute erschien in der MZ ein genialer Artikel meines Kollegen Ralf Heimann. Bevor er in den digitalen Weiten verschwindet, verlinke ich ihn hier.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Steffen transparent

Gerade hat mich der heute-journal-Moderator Steffen Seibert positiv überrascht. Am Anfang eines Berichts über unicef merkte er an, dass er sich seit Jahren bei der Organisation einbringt. Vorbildlich...

Montag, 4. Februar 2008

Live beim Rosenmontagszug

Wer den Zug schauen möchte,kann konnte das hier tun.

Jetzt sieht man dort die verregnete Münzstraße. Auch schön.

Sonntag, 3. Februar 2008

Bahn-Privatisierung

Herr Mehdorn will die Bahn wohl im Herbst an die Börse bringen. Ich sehe jetzt schon die Umfragen vor mir, die besagen, dass 70, 80 oder 90 Prozent der Leute dagegen sind. Als ich heute mit der (privaten) Westfalenbahn gefahren bin, habe ich mir folgende Frage gestellt: Warum sind einerseits so gut wie alle Deutschen gegen eine Bahn-Privatisierung, andererseits aber fast alle Kunden von privaten Bahn-Unernehmen sehr gut mit dem Service der Privaten einverstanden?

Im Münsterland breiten sich die Privaten (Nordwestbahn, Westfalenbahn, Prignitzer Eisenbahn) langsam aber sicher aus und gerade dort, wo DB und Private gleiche Strecken befahren - etwa auf der Strecke von Lünen nach Dortmund - sind die Fahrgäste voll des Lobes für die Mehdorn-Konkurrenten (hier hat meine Volontärs-Kollegin Leonie mal drüber geschrieben).

Der Erfolg der Privaten bedeutet natürlich nicht, dass eine privatisierte Bahn viel besser würde, als die jetzige DB. Etwas merkwürdig ist die Meinung der Fahrgäste aber meiner Meinung nach schon.

p.S.: Heute war ich mit der Westfalenbahn nicht wirklich zufrieden. Ohne Heizung ging es von Osnabrück nach Münster (Brrrrr....)